Bestandskonten
(Stand: 02.08.2021)
Arten von Bestandskonten
Es gibt zwei Arten von Bestandskonten. Diese können unterteilt werden in aktive und passive Bestandskonten. Während aktive Bestandskonten alle Vermögenswerte eines Unternehmens erfassen, geben Passive Bestandskonten Auskunft darüber womit das Vermögen finanziert wird.
Aktivkonten vermehren sich im Soll und verringern sich im Haben. Die Passivkonten vermehren sich im Haben und verringern sich im Soll.
Beispiel: Die ABC GmbH begleicht eine Verbindlichkeit in Höhe von 1.200 € aus der Geschäftskasse. (Vereinfachte Buchung mit SKR04)
| Soll | Haben |
1600 |
| 1.200€ |
3310 | 1.200€ |
|
-> 1600 wird weniger im Haben und 3310 weniger im Soll
Eröffnung und Abschluss der Bestandskonten
Aktivkonten werden im Soll eröffnet und im Haben abgeschlossen. Passivkonten dagegen werden im Haben eröffnet und im Soll abgeschlossen.
Beispiel: Die Verbindlichkeiten der ABC GmbH betragen zum Beginn des VZ 12.000 €. Im Laufe des VZ werden 2.000 € beglichen.
Eröffnung und Abschluss des T-Kontos:
Soll Verbindlichkeiten Haben | |
Minderung Verbindlichkeiten 2.000€ | EBK 12.000€ |
SBK 10.000€ |
|
12.000€ | 12.000€ |
Für die Eröffnung und den Abschluss wird eine Eröffnungsbilanz, ein Eröffnungsbilanzkonto, eine Schlussbilanz und ein Schlussbilanzkonto benötigt.
- Eröffnungsbilanz: Anfangsbestände der Aktivposten auf der Aktiva Seite und Anfangsbestände der Passivposten auf der Passiva Seite
- Eröffnungsbilanzkonto: Anfangsbestand der Passivposten im Soll und Anfangsbestand der Aktivposten im Haben
- Schlussbilanz: Schlussbestand der Aktivposten auf der Aktiva Seite und Schlussbestand der Passivposten auf der Passiva Seite
- Schlussbilanzkonto: Schlussbestand der Aktivposten im Soll und Schlussbestand der Passivposten im Haben
Wichtig: Die Schlussbilanz des aktuellen Geschäftsjahres ist die Eröffnungsbilanz des Folgejahres!